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Wiss. Reihe: Heil- und Sonderpädagogik in der NS-Zeit

Neue Veröffentlichung der Wissenschaftlichen Reihe des Internationalen Archivs:

Markus Lohmann: Der heil- und sonderpädagogische Diskurs über verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche während der NS-Zeit

Wissenschaftliche Reihe | Band 4

Mit dieser beeindruckenden Arbeit wagt sich der Autor an die Behandlung eines von der Forschung bisher wenig beachteten Themas. Unter anderem anhand der Zeitschrift „Die deutsche Sonderschule“ untersucht Markus Lohmann quellennah den Diskurs über verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche während des Nationalsozialismus. Dadurch leistet diese Arbeit einen wichtigen Beitrag zur historischen Erforschung der heil- und sonderpädagogischen Profession und zeigt zudem, dass viele Forschungsdesiderate nach wie vor auf ihre Bearbeitung warten.

Der Autor gewann mit diesem Werk den Förderpreis des Internationalen Archivs für herausragende Arbeiten in heilpädagogischen Studiengängen im Jahr 2018.

Neue Bibliothekssoftware

Seit Ende Oktober nutzt die Bibliothek des Archivs für Heilpädagogik die Bibliothekssoftware Koha. Diese löst damit die bestehende Software zur Katalogisierung der Buchbestände unserer Bibliothek ab. Durch das neue Programm ändert sich auch die Nutzeroberfläche unseres OPACS. Über folgenden Link können Sie nun nach Literatur in unserer Fachbibliothek suchen:

http://biblio.archivhp.de:8081/cgi-bin/koha/opac-main.pl

Der alte Online-Katalog steht bis zum Ende des Jahres ebenfalls noch zur Verfügung.

Gemeinsame Sitzung von Kuratorium und Vorstand

Tochter und Enkeltochter von Emil E. Kobi zu Gast im Archiv

Vom 28. bis zum 29. September tagte in Trebnitz das Kuratorium gemeinsam mit dem Vorstand des Fördervereins des Internationalen Archivs für Heilpädagogik. Bei dem zweitägigem, sehr produktiven Treffen standen u.a die aktuellen Entwicklungen des Archivs und des Emil E. Kobi Instituts sowie die Auswahl der Förderpreisträger/innen auf der Tagungsordnung. Die Verleihung des Förderpreises findet am 25. November im Rahmen der Bundesfachtagung des BHP in Berlin statt.

Es hat uns sehr gefreut, dass Frau Anna Scott-Kobi zusammen mit ihrer Tochter Monika das Archiv in Trebnitz im Rahmen der Sitzung besuchte. Die Tochter von Emil E. Kobi, Namensgeber des dem Archiv angegliederten Instituts, gehört dem Kuratorium des Fördervereins an. Der wissenschaftliche Nachlass von Emil E. Kobi befindet sich seit 2012 im Internationalen Archiv für Heilpädagogik und stellt damit einen der ersten Bestände des Archivs dar.

Oliver Birkmann neuer Archivleiter

Der Vorstand des Trägervereins des Internationalen Archivs hat den Kollegen Oliver Birkmann zum 1. September 2018 mit der Archivleitung beauftragt. Er übernimmt dieses Amt von Wolfgang van Gulijk, der in dieser Funktion seit 2013 den Aufbau des Archivs unterstützt hat und jetzt dem Vereinsvorstand angehört.

Oliver BirkmannHerr Birkmann arbeitet seit September 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archiv in Trebnitz und hat in dieser Zeit u.a. die Strukturen für die Aufnahme, Aufbewahrung und Aufarbeitung von Archivmaterial neu entwickelt und die Zugänge für Nutzer über die entsprechenden Portale auf den Weg gebracht. Als Historiker mit praktischen Erfahrungen in der Museums-, Archiv- und Gedenkstättenarbeit hat unser Archiv mit Herrn Birkmann einen ausgewiesenen Fachmann für die sich zukünftig stellenden Herausforderungen gewonnen.

Der ehrenamtliche Vorstand freut sich auf die Zusammenarbeit für das gemeinsame Ziel eines sich nachhaltig entwickelnden heilpädagogischen Archivs als Ort forschenden Lernens und wünscht Herrn Birkmann Erfolg und Freude bei der Wahrnehmung seiner verantwortungsvollen Aufgabe.

Veranstaltungstipp: Fachtag EVHN

Am 13. Oktober 2018 findet in der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) von 10 bis etwa 15 Uhr ein Fachtag Heilpädagogik statt.

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Josef Spieler in Freiburg i.Ü.

Josef Spieler (1900-1977)

Die Autoren Christoph Tschanz und Daniel Künzler beleuchten in einem Beitrag die erzwungene Ausweisung Josef Spielers, ehemaliger Inhaber der Professur für „Psychologie, Pädagogik und Heilpädagogik“ an der Universität Freiburg i.Ü, aus der Schweiz nach Ende des 2. Weltkrieges. Der Text stellt heraus, dass Spieler aufgrund seiner Verbindungen zum Nationalsozialismus der Lehrstuhl entzogen wurde. Dadurch leisten die beiden Autoren eine notwendige Anmerkung zu der von Manfred Berger verfassten Kurzbiographie zu Spieler in der heilpaedagogik.de 2/2004. Zudem zeigen sie interessante Forschungsdesiderate der schweizerischen Vergangenheitsbewältigung im Bereich der Heilpädagogik auf.

Zum Text von Christoph Tschanz und Daniel Künzler.

Zu den Kurzbiografien von Manfred Berger in der Zeitschrift heilpaedagogik.de.

Bildnachweis: Berger, Manfred (2004). Josef Spieler – Sein Leben und Wirken. heilpaedagogik.de, 2004 (2), S.26.

Veranstaltung „Erziehung oder Teilhabe“ entfällt

Leider entfällt der Vortrag „Erziehung oder Teilhabe – Ist Behinderung (ent)scheidend? – Plädoyer für einen (heil)pädagogischen Umgang mit Fragen von Inklusion und Exklusion in der Pflegekinderhilfe“ von Patrick Werth am 28.09.2018.

Gerne begrüßen wir Sie aber zum 3. Teil der „Themenreihe Inklusion“:

  • Titel: „Unverfügbar und rätselhaft – Eine Annäherung an die Fähigkeiten und Bedürfnisse von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf“
  • Leitung: Michael Katzer (KatHO NRW)
  • Datum: Freitag, 16. November 2018 | Beginn 16:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Müncheberg OT Trebnitz
  • Kosten: 10,00 € (ermäßigt 7,50 € (Studierende, Mitglieder des Fördervereins)

Von Janusz Korczak lernen

In dem neu erschienen Buch „Mit Janusz Korczak Inklusion gestalten“ zeigt Prof. Dr. Ferdinand Klein, dass ein Blick in die Vergangenheit stets auch wichtige Impulse für die Gegenwart und Zukunft setzen kann. Klein beschreibt in seiner Abhandlung die Pädagogik Korczaks (Pädagogik der Achtung, Demokratische Erziehung) und gibt auf diese Weise Denkanstöße zu aktuellen Entwicklungen der inklusiven Pädagogik.

Mit Korczak Inklusion gestalten

Arbeitseinsatz der Lichtenberger Werkstätten

Vom 23. bis 27. Juli waren Beschäftigte unseres Kooperationspartners LWB – Lichtenberger Werkstätten gemeinnützige GmbH für Malerarbeiten im Archiv. Innerhalb einer Woche wurden die Kellerräume wieder für das Archiv nutzbar gemacht, wir danken für die tatkräftige Unterstützung aller Beteiligten! Bei dem Einsatz stand jedoch nicht nur Arbeit auf dem Programm: Die Gruppe lernte das Brandenburger Umland kennen und unternahm Ausflüge zum benachbarten Badesee und in das Oderbruch.

Weitere Informationen zu den Angeboten der LWB finden Sie unter: https://www.lwb.berlin/

Einsatz neuer Archiv-Software

Archivbestände ‚Persönlichkeiten und Nachlässe‘

Um eine nachhaltige und sachgerechte Erschließung der im Archiv vorhandenen Bestände zu gewährleisten, hat das Archiv eine neue Software eingeführt. Diese ermöglicht u.a. die elektronische Verzeichnung nach den gängigen, archivfachlichen Standards und die Veröffentlichung von Digitalisaten im Internet. Zudem erlaubt die Software die Ausgabe der erfassten Daten im Dateiformat EAD (Encoded Archival Description). Bei diesem Format handelt es sich um einen XML-Standard für Findmittel, wodurch die Daten ohne aufwendige Konvertierungsprozesse in (Online)-Archivportale eingepflegt werden können. Begleitet von einem Umbau unserer Archivtektonik (Beständeübersicht) geht die Erschließung der Bestände stetig voran!