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Vergessene Vulnerabilität – Anthropologie der Verletzbarkeit

Die Coronapandemie rückt die Frage der Verletzbarkeit des Menschen in den Vordergrund täglichen Denkens, Fühlens und Handelns. Ständig werden wir sowohl durch die Medien als auch durch persönliche Begegnungen, durch digitale und sonstige Kommunikation mit dieser Problematik tangiert.

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Buchbesprechungen zu: Bewegung, Spiel und Rhythmik

Drei unverzichtbare Elemente in der inklusiven Kita-Praxis
Ferdinand Klein (2021)

Kartoniert, 176 Seiten
Preis: 19,95 Euro
Dortmund: verlag modernes lernen
ISBN 978-3-8080-0901-7

Dass das Spiel einen, wenn nicht den entscheidenden Faktor zur individuellen Eroberung der Welt durch das kleine Kind darstellt, gilt heute geradezu als Binsenweisheit in der Pädagogik.

Spielen ermöglicht es aber auch gemeinsam Erfahrungen zu machen. So hat schon der amerikanische Reformpädagoge John Dewey darauf verwiesen, dass das gemeinsame Spiel behinderter und nichtbehinderter Kinder den Kern dessen bildet, was er demokratische Erziehung nennt (Heimlich 2003).

Diese Gedanken präzisiert Ferdinand Klein in seinem neuesten Buch. Gemeinsames Bewegen, sich an rhythmischen Elementen erfreuen und somit Welt gestalten, stellt für Klein den Anfang aller Bildung dar.

Leser*innen erfahren in den neun Kapitel viel zu Themen spezifischer Behinderungsbilder. Pädagogische Persönlichkeiten werden ihnen nahegebracht. Dabei dürfen Janusz Korczak und Mimi Scheiblauer natürlich nicht fehlen. Ferdinand Klein fühlt sich beiden in besonderer Weise verbunden. Es werden Methoden erörtert. Der Autor macht ganz praktische Vorschläge zur Gestaltung der Arbeit in der (inklusiven) Kita. Und ganz nebenbei kann man die Braille-Schrift kennen lernen oder sich anfänglich mit TEACCH auseinandersetzen.

Besonders wichtig sind dem alten Heilpädagogen zwei Aspekte der Arbeit mit und für Kinder:

Liebe Erzieherin, gib‘ dem Kind Raum. Lass es sich selbst entwickeln.
Liebe Erzieherin, Entwicklungsbegleitung kleiner Kinder heißt sich selbst zu erziehen.
Wie schaust Du auf die Kinder, die sich Dir anvertrauen. Wie kommst Du zu Erkenntnissen? Hast Du feste Vorstellungen und Bilder von ihnen oder bist Du auf dem Weg zu ihnen?

Wie bereits in seinen letzten Veröffentlichungen verzichtet Klein auf einen abgehobenen Sprachduktus. Er schreibt – ohne dabei seinen wissenschaftlichen Anspruch zu verlieren – so, dass seine Ideen und Gedanken verstanden werden.

Man darf das Fachbüchlein (160 Seiten) Studierenden der (Heil-)Pädagogik, Fachschüler*innen und Eltern als Grundlagenliteratur empfehlen. Erzieher*innen, finden hier einen reichen Fundus für ihre tägliche Arbeit mit den Kindern vor.

Götz Kaschubowski





Eine weitere Besprechung zum Titel Bewegung, Spiel und Rhythmik von Maximilian Buchka steht Ihnen als Download hier zur Verfügung.

Digitale Projekttage zur Geschichte der Heilpädagogik

Die Projekttage im Internationalen Archiv für Heilpädagogik bieten Studierenden der Fach- und Hochschulen sowie Fachakademien die Gelegenheit sich intensiv mit der Geschichte und Persönlichkeiten zu beschäftigen. Umfang und Dauer der Projekttage werden im Vorfeld zwischen den Dozierenden und dem Archiv abgesprochen und auf Wunsch individuell geplant.

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Ausschreibung: Förderpreis 2022

Zum sechsten Mal lobt das Internationale Archiv für Heilpädagogik in Kooperation mit dem Berufs- und Fachverband für Heilpädagogik (BHP) den Förderpreis für herausragende Abschlussarbeiten aus dem Feld der Heilpädagogik aus. Einreichungen für den Förderpreis 2022 können bis zum 31.12.2021 erfolgen!

Bewerbung

Für die Bewerbung ist als Nominierung eine Empfehlung einer sachverständigen Person (in der Regel der/die betreuende Dozent:in) in Form eines Kurzgutachtens erforderlich. Die Arbeiten müssen noch unveröffentlicht sein. Die Arbeiten sind sowohl in Papierform als auch in digitaler Form einzureichen. Zudem ist eine Einverständniserklärungen des/der Autor:in zur Teilnahme am Wettbewerb und zur dauerhaften Überlassung der Arbeit zur Aufbewahrung im Internationalen Archiv für Heilpädagogik | Emil E. Kobi Institut beizufügen.

Förderpreis

Es wird je ein Förderpreis für Abschlussarbeiten aus Fachschulen / Fachakademien sowie aus Hochschulen (Bachelor-, Masterarbeiten) vergeben. Die Preisträger:innen zur Preisverleihung im Herbst 2022 nach Trebnitz eingeladen und prämiert.

Mit der Einladung ist die Übernahme von Fahrtkosten sowie eine Übernachtung auf dem Campus Schloss Trebnitz verbunden. Darüber hinaus wird die Arbeit in Printform und/oder im E-Book-Format publiziert. Die Veröffentlichung erfolgt bis zur Preisverleihung. Der/Die Autor:in erhalten jeweils fünf Belegexemplare und einen Autor:innenrabatt für weitere Nachbestellungen.

In unserem Downloadbereich finden Sie die vollständige Ausschreibung und die für eine Einreichung Ihrer Arbeit notwendigen Unterlagen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Exkursion ins Archiv im November 2020


Die Studierenden der Evangelischen Hochschule Bochum sowie ihre Dozenten Prof. Dr. Christina Reichenbach und Dipl.-Heilpädagoge MA Philipp Bryant waren im November 2020 im Archiv und dem angrenzenden Schloß Trebnitz zu Gast. Wir freuen uns den Erlebnisbericht von Prof. Dr. Reichenbach hier teilen zu dürfen!

Gruppenbild mit Maske

Zum Zeitpunkt des Besuchs der Gruppe war es noch möglich Projekttage in dem beschriebenen Umfang in unseren Räumlichkeiten unter Wahrung der zu der Zeit gültigen vorgeschriebenen Maßnahmen durchzuführen.


Erinnerungsfragmente Prof. Dr. Kleins

In diesem persönlichen Beitrag lässt Prof. em. Dr. Klein die Leserschaft an seinen mit Janusz Korczak eng verbundenen Erinnerungen teilhaben.

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Prof. Dr. Ferdinand Klein über Humor und heitere Gelassenheit

Wie Erzieher in Schule und Elternhaus in schwierigen Zeiten dem Kind begegnen können
Geboten ist eine Erziehung mit Humor und heiterer Gelassenheit

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Festliche Verleihung der Förderpreise 2020 in Trebnitz

Die vergangene Woche auf dem Campus Schloss Trebnitz stand ganz im Zeichen der Begegnung und des Austausches.
Den Auftakt machte am Montag, den 31.08.2020 die offizielle Eröffnung der Feldsteinscheune im Beisein der Campuspartner sowie Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft.
Mitte der Woche folgte der 18. Integrationsfachtag in Märkisch Oderland zum Thema „Sport verbindet! Bewegung macht Begegnung“.

Feldsteinscheune

Am Freitag und Samstag tagten turnusmäßig Vorstand und Kuratorium des Fördervereins des Internationalen Archivs für Heilpädagogik. Ergänzt und bereichert wurde diese Zusammenkunft erstmalig durch die Verleihung des Förderpreises für herausragende Abschlussarbeiten der Heilpädagogik – insgesamt der 4.

Die Mitglieder des Kuratoriums, Vertreter*innen des Berufs- und Fachverbandes BHP e.V. , Gäste und die beiden Preisträger*innen Ben Bubeck und Barbara Weiß fanden sich am Freitagnachmittag zu einer Feierstunde mit anschließendem Abendessen und interessanten Begegnungen in der Feldsteinscheune ein. Die feierliche Stimmung wurde durch Jean Paul Mullers Fachvortrag „Heilpädagogik kann global“, die Laudationes von Dieter Lotz und Hildegard Havenith und die Dankesworte der Preisträger*innen getragen. Neben den Urkunden erhielten die Preisträger eine individuelle Archivbox, in der sich einige Exemplare ihrer Publikationen wiederfanden. Die musikalischen Einlagen am Altsaxophon rundeten die Feierstunde ab. Durch die Veranstaltung führte die Archivleiterin Cäcilia Eming.

Die Förderpreisträger Ben Bubeck und Barbara Weiß

Die prämierte Abschlussarbeit von Barbara Weiß „ Alt und Lebenssatt“ – Heilpädagogische Begleitung am Lebensende kann über den BHP e.V. erworben werden.

Die prämierte Abschlussarbeit Ben Bubecks Adieu Heilpädagogik? Theoretische Überlegungen zur Funktionalität einer Profession – Eine systemtheoretische Anfrage können Sie direkt beim Internationalen Archiv für Heilpädagogik bestellen.

Ben Bubeck – Adieu Heilpädagogik!? Theoretische Überlegungen zur Funktionalität einer Profession – Eine systemtheoretische Anfrage

Ben Bubeck
Adieu Heilpädagogik?
Theoretische Überlegungen zur Funktionalität einer Profession – Eine systemtheoretische Anfrage

Heilpädagogik befindet sich im 21. Jahrhundert in einem Umbruch. Der Autor dieser Arbeit fragt kritisch nach der Funktionalität der Profession, basierend auf einer Auseinandersetzung mit den Arbeiten Luhmanns und Schorrs zum Erziehungssystem. Er analysiert die Studiengangskonzeptionen für das Fach Heilpädagogik an deutschen Hochschulen und das Berufsbild des Berufs- und Fachverbandes für Heilpädagogik (BHP e.V.) nach systemtheoretischen Gesichtspunkten. Die Arbeit will Anstoß sein zu einer Auseinandersetzung der Heilpädagogik mit ihren „Autonomie-, Technologie- und Reflexionsproblemen“, um Zukunftsperspektiven ausbilden zu können.

Der Autor gewann mit diesem Werk den Förderpreis des Internationalen Archivs für Heilpädagogik im Jahr 2020.

ISBN: 978-3-942484-40-4 | 108 Seiten | Preis 12,00€
Internationales Archiv, 2020

Eine Rezension zu diesem Werk von Prof. Dr. Dieter Lotz können Sie über diesen Link abrufen.

Buchbesprechung

Die Rechte des Kindes und der Tod

Die Rechte des Kindes und der Tod

In dem Buch „Die Rechte des Kindes und der Tod – Janusz Korczaks Pädagogik der Achtung in der Kinderhospizarbeit“ beschäftigt sich Agnieszka Malugat mit der Beziehung zwischen dem Kind und seiner Begleitperson.

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