„Die Presse spiegelt ihre Zeit”. So beginnt Fritz Zwanziger seine einleitenden Worte zum 10-jährigen Bestehen der Zeitschrift Die deutsche Sonderschule in der Ausgabe 1/1944, inmitten des 2. Weltkrieges. Was der Leiter der Reichsfachschaft V (Lehrer an Sonderschulen), welche die Zeitschrift herausgibt, damit meint, wird dem heutigen Leser schnell bewusst. Und dass nicht nur aufgrund der Todesanzeige, welche auf der ersten Seite der Zeitschrift für den im Krieg gefallenen Taubstummenoberlehrer W.H prangert.

Neuzugang: „Die deutsche Sonderschule – Organ der Reichsfachschaft V, Sonderschulen im Nationalsozialistischen Lehrerbund”, 2/1935-11/1944.

So rühmt Fritz Zwanziger im weiteren Verlauf die Arbeit der Sonderschuleinrichtungen für deren Beitrag zur „Erziehung zur Volksgemeinschaft” und auch insbesondere den daran anteiligen Verdienst seiner Zeitschrift: Schließlich handele es sich „um keine Fachzeitschrift schlechthin”. Vielmehr sei Die deutsche Sonderschule ein „Sprachrohr und Propagandainstrument der Reichsfachschaft Sonderschulen.”

Bereits diese Zeilen lassen erahnen, welchen Wert die Zeitschrift Die deutsche Sonderschule für die Erforschung der Pädagogik im Nationalsozialismus besitzt.

Wir freuen uns sehr, die Zeitschrift in unserem Zeitschriftenarchiv aufzunehmen und danken ganz herzlich den Spenderinnen und Spendern aus dem Kreis des Fördervereins, die diesen bedeutenden Zugang möglich machten.